Verglasung: Von unsichtbar bis omnipräsent

Ein ganz besonderes Beispiel für die Innovationskraft der Glasbranche sind schaltbare Verglasungen. Ein Knopfdruck genügt und die Licht- und Energiedurchlässigkeit oder die Transparenz ändern sich sofort.

Glasbau, Sonnenschutz, Fassadenbau, Transparenz
Dieses schaltbare Glas verändert seine Farbe. Foto: BF/EControl-Glas

Schaltbare Verglasungen werden heute in vielen Bereichen der Architektur verwendet. Während sie früher vornehmlich in öffentlichen Gebäuden oder in der Industrie eingesetzt wurden, beschäftigen sich auch immer mehr Privatleute mit diesem vielfältig einsetzbaren Produkt. Zwei Arten der schaltbaren Verglasungen sind dabei zu unterscheiden: Gläser, welche die Durchsicht verändern und dimmbare Gläser, die den Licht- und Energieeintrag nachhaltig verringern.

Blickdicht oder farbig


Ist Privatsphäre gefragt – zum Beispiel bei einer wichtigen Besprechung oder daheim im Badezimmer – kommen Gläser zum Einsatz, die mittels einer einlaminierten Flüssigkristallfolie per Schalter oder Fernbedienung auf blickdicht geschaltet werden können. „Das funktioniert in Sekundenbruchteilen. Das natürliche Tageslicht kann das Glas auch weiterhin passieren, Kunstlicht ist damit nicht notwendig“, erklärt Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF). Einen anderen Weg gehen Verglasungen, die mit Wolframoxid beschichtet sind: Hier kann per Knopfdruck die Farbe des Glases in mehreren Schritten verändert werden – das so genannte dimmbare Sonnenschutzglas. Die Einfärbung verändert die Energiedurchlässigkeit, wodurch die Erwärmung reduziert wird. Gleichzeitig bleibt – anders als bei Verschattungen – der freie Blick nach draußen erhalten. Probleme mit der Pflege der beiden Verglasungstypen gibt es nicht: Die Systeme können einfach wie ganz normale Fensterverglasungen gereinigt werden.

Letzte Aktualisierung: 14.08.2017