Schallschutz: Glas für einen ruhigen Alltag

Lärm ist einer der größten Stressfaktoren im modernen Alltag. Damit man wenigstens in der Wohnung seine Ruhe hat, wird Schallschutzglas immer beliebter. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Aufbauten und Klassen. Das sollte man bei der Auswahl beachten.

Schallschutzglas sorgt für Ruhe
Dank Schallschutzglas ist es im Haus schön ruhig. Foto: Rehau

Je lauter das Leben draußen vor der Tür ist, desto mehr Ruhe benötigt der Mensch, um sich bei der Arbeit gut konzentrieren oder um sich daheim von den Strapazen des Alltags erholen zu können. „Schallschutz-Isoliergläser nehmen den vielen verschiedenen, zunehmenden Lärmarten in der Stadt und auf dem Land ihren Schrecken. Sie machen aus ehemals lauten Orten echte Ruheoasen“, erklärt der Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Mehrscheiben-Isolierglas (GMI), Jochen Grönegräs.
Schallschutzglas ist anders aufgebaut als normale Isoliergläser. So wartet es für gewöhnlich mit einem asymmetrischen Glasaufbau auf. Für noch mehr Effektivität sorgen breite Abstände der Glasscheiben zueinander. Die Königsklasse bilden schließlich Schallschutz-Isoliergläser, für die Verbundgläser mit speziellen Schallschutzfolien verwendet werden.

Lärmart und Raumnutzung bestimmen den Glaseinsatz

Zwei wichtige Faktoren bestimmen, welcher Glasaufbau in Frage kommt: Die Art des zu bekämpfenden Lärms und die Nutzung des zu schützenden Raumes. So werden beispielsweise hohe Frequenzen mit einem anderen Schallschutz-Isolierglas bekämpft als tiefe Frequenzen. Aber auch die Raumnutzung bestimmt über den Glaseinsatz: Während im Schlafzimmer oder im Arbeitszimmer meistens absolute Ruhe gewünscht wird, darf es im Wohnzimmer oft ein klein wenig lauter sein. Wenig Schallschutz wird dagegen in der Küche oder im Bad benötigt, wo es für gewöhnlich eh etwas lauter zugeht. Diese funktionelle Abstufung der Räume gilt auch für die Arbeit: Die Büros oder der Besprechungsraum sollten eine ruhige Arbeitsatmosphäre bieten, während die Kantine oder der Aufenthaltsraum weniger vor Lärm geschützt werden müssen. „Und auch das Zusammenspiel des Glases mit dem Rahmen und die Anbindung ans Gebäude sind wichtig – hier sollte ein Fachmann beraten“, so Grönegräs.

Gütesicherung sorgt für gutes Schallschutz-Isolierglas

Damit das Schallschutzglas richtig funktioniert, wird seine Qualität von neutralen Prüfinstituten getestet – sowohl vor als auch während der Produktion. Zusätzlich werden die funktionsrelevanten Eigenschaften des fertigen Glases geprüft. Dazu zählt – neben der eigentlichen Schallschutzwirkung – die für die dauerhafte Haltbarkeit wichtige Dichtigkeit des Randverbundes. Zusätzlich werden die Vorprodukte für den Randverbund geprüft, also zum Beispiel Abstandhalterprofile und Dichtstoffe. „Das gütegesicherte Schallschutzglas bietet Planern und Modernisierern letztendlich ein hohes Maß an Sicherheit. Es sorgt für einen guten Schallschutz im Eigenheim oder in öffentlichen Bauten und macht den oft sehr lauten Alltag zu einer entspannten Angelegenheit“, schließt Grönegräs.

Letzte Aktualisierung: 05.01.2018