Präzisionswerkzeuge: 2018 neues Rekordniveau erreicht

Die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller hat 2018 ein neues Rekordniveau von 11,5 Milliarden Euro erreicht. Für 2019 wird ein Wachstum von einem Prozent erwartet.

Lothar Horn
Vorsitzender Lothar Horn berichtet über positive Erwartungen der Branche für 2019 trotz steigender weltpolitischer Unsicherheit und fordert Politik zu Bürokratieabbau auf. Foto und Grafiken: VDMA Präzisionswerkzeuge

Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, konnte kürzlich bei der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main ein positives Fazit ziehen: „Bei den Zerspanwerkzeugen und den Spannzeugen lief das Geschäft im In- und Ausland sehr gut. Der Werkzeugbau konnte hingegen nur im Inland zulegen. Alle drei Teilbranchen konnten im vergangenen Jahr ihren Fachkräftebedarf nur unzureichend decken und mussten mit Überstunden operieren. Insgesamt wuchs die Anzahl an Beschäftigten in der Präzisionswerkzeuge-Industrie auf rund 69.500 Mitarbeiter.“

Bürokratieentlastung gefordert

Präzisionswerkzeugproduktion
Die Entwicklung der deutschen Präzisionswerkzeugproduktion ist positiv.

Während die Zerspanwerkzeuge bei ihrer Prognose für 2019 überwiegend auf den US-amerikanischen Markt als Wachstumstreiber setzen, gehen die Spannzeuge davon aus, dass die Kundenbranchen Maschinenbau, Medizintechnik und Luftfahrttechnik den Absatz ankurbeln. Der Werkzeugbau hingegen erwartet insgesamt ein etwas schwächeres Geschäft bei stabilen Umsätzen in Deutschland und den USA sowie einem kleinen Nachfrageplus aus Europa und China.
Horn: „Unsere Unternehmen benötigen dringend eine Entlastung von bürokratischen Tätigkeiten, wie sie uns die EU-Entsenderichtlinie und andere Bürokratiemonster aufbürden. Deshalb appellieren wir an die Politik, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nicht aus dem Auge zu verlieren.“

Wettbewerbsfähigkeit muss gesichert werden

Produktionswert
Der Produktionswert der Präzisionswerkzeuge steigt seit Jahren kontinuierlich.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Industrie geht es auch bei der Fairness-Initiative, die der VDMA Werkzeugbau im Rahmen der Moulding Expo (21. bis 24. Mai 2019) startet. Zudem wird der Fachverband in Stuttgart mit einer Sonderschau den Lieferantenbeitrag zum Entstehungsprozess eines Stanz-Umformwerkzeugs darstellen. Auf der Intec vom 5. bis 8. Februar in Leipzig ist der VDMA Präzisionswerkzeuge mit einem Gemeinschaftsstand und 6 Mitgliedsunternehmen vertreten. Als ideeller Träger der Weltleitmesse der Metallbearbeitung EMO ist der Fachverband für die Zerspanwerkzeuge- und Spanntechnikhallen verantwortlich und mit einem Infostand sowie Technologieforum vor Ort.

Letzte Aktualisierung: 31.01.2019