Nachrichten aus der Branche

Comau und Exechon kooperieren um ein neues Comau-Bearbeitungszentrum zu konzipieren, die Kandziora Metallbearbeitung aus Niederlangen wurde jetzt nach der DIN EN 1090 (EXC 3) und EN ISO 3834 zertifiziert, Daniel Lim verstärkt das Management bei LMT Tools, Kyocera unterstützt die Ionenforschung in Darmstadt und die SPS Schiekel freut sich über einen erneuter Umsatzrekord.

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Luca Ferrero, COO von Comau Machining (links) und Karl Erik Neumann, CEO – Erfinder des Tricept & Exechon PKM besiegeln die Zusammenarbeit.
Foto: Cornau

Neue Bearbeitungslösung als Gemeinschaftsprojekt

Comau, ein weltweit führender Anbieter von fortschrittlichen industriellen Automatisierungsprodukten und -lösungen, und Exechon, ein internationales Unternehmen, dessen patentierte Technologien bei der Entwicklung moderner Parallelkinematiklösungen zum Einsatz kommen, haben sich zusammengeschlossen, um ein neues Comau-Bearbeitungszentrum zu konzipieren und zu erstellen, in dem leichte Profil- und Strukturkomponenten für verschiedene Branchen unter spezieller Ausrichtung auf Automobilbau, Luftfahrttechnik und Elektrifizierung verarbeitet werden können.

In dem Bestreben, ein neues Bearbeitungsparadigma für die Handhabung großer, komplexer Aluminiumteile einzuführen, sind die Unternehmen eine strategische Entwicklungskooperation eingegangen.

„Die Bedeutung dieses Projekts liegt in der Fähigkeit von Comau, einen 360° Service in der Elektrifizierung, mit neuen leichten Bearbeitungszentren als zentralem Bindeglied, anzubieten“, erläutert Luca Ferrero, COO von Comau Machining.

„Es war ein erstaunliches Jahr, weil Comau und Exechon gemeinsam einen extrem schnellen Übergang von herkömmlichen Autos und Flugzeugen zu einem Elektro- und Leichtbaukonzept bewerkstelligt haben“, bestätigt Karl Erik Neumann, CEO – Erfinder des Tricept & Exechon PKM.

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Dieter Kandziora und Hermann Holterhus bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde.
Foto: Kandziora

Kandziora Metallbearbeitung jetzt zertifiziert

Die Kandziora Metallbearbeitung aus Niederlangen setzt seit Unternehmensgründung auf ein Höchstmaß an Qualität und Präzision ihrer Produkte im Bereich Hydraulik und Maschinenbau. Jetzt wurde Kandziora als zertifizierter Schweißfachbetrieb nach national und international anerkannter Norm ausgezeichnet.

Die neu erhaltenen Zertifizierungen DIN EN 1090 und EN ISO 3834 dokumentieren die Einhaltung der hohen Standards der Schweißqualitäten des Unternehmens, welche von einer neutralen und unabhängigen Zertifizierungsstelle geprüft wurden und zudem fortlaufend kontrolliert werden. Voraussetzungen für den Erhalt sind die ausschließliche Verwendung von zertifiziertem Material, eine Überwachung und Betreuung der Fertigung durch Schweißfachingenieure, qualifizierte Mitarbeiter, die nach entsprechenden Prüf- und Schweißanweisungen fertigen und interne Ausbildungen erhalten, sowie die umfassende transparente Dokumentation und Kontrolle der gesamten Fertigung. Somit kann der gesamte Herstellungsprozess der Produkte zurückverfolgt werden.

Auszeichnend für das Unternehmen ist der Erhalt der Zertifizierung DIN EN 1090 in der Ausführungsklasse (EXC 3): Kandziora Metallbearbeitung ist eines von wenigen Unternehmen aus dem Emsland, das auf die Herstellung von Hydraulikzylindern spezialisiert ist und diese Zertifizierung in der genannten Ausführungsklasse nachweisen kann.

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Daniel Lim verstärkt das globale Management bei LMT Tools und übernimmt ab sofort die Leitung für die Region APAC.
Foto: LMT Tools

Daniel Lim neuer Leiter bei LMT Tools

Daniel Lim verstärkt das globale Management bei LMT Tools und übernimmt ab sofort die Leitung für die Region APAC.

Mit Daniel Lim gewinnt LMT Tools einen erfahrenen Manager, der erfolgreich die Geschäftsentwicklung großer internationaler Unternehmen vorangetrieben hat. Er hat in wichtigen Industrien verschiedene Führungspositionen bekleidet und war dabei für den asiatischen Raum verantwortlich. Als neuer Head of APAC löst er Erwin Geissler ab, der das Unternehmen verlässt. Daniel Lim übernimmt damit ab sofort die Verantwortung für die Region APAC und wird dort die weitere Geschäftsentwicklung vorantreiben.

Die Wachstumsmärkte in Asien sind für das Unternehmen von hoher strategischer Priorität. „Ich freue mich sehr, dass Daniel Lim nun seine Erfahrung in unser Team einbringt“, erläutert Daniel Ehmans, CEO LMT Tools. „Mit seiner Unterstützung und seinen besonderen Führungsqualitäten werden wir unsere Wettbewerbsposition in Asien weiter verbessern.“

„Das Produktsortiment von LMT Tools bietet zudem beste Anwendungsmöglichkeiten in lukrativen Technologienischen“ ergänzt Daniel Lim. „Ich sehe daher vielfältige Wachstumschancen für unser Unternehmen und freue mich sehr, Teil unseres künftigen Erfolgs zu sein.

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Im BPM werden alle Schlüsseltechnologien, die sich die KFSG über die letzten Jahrzehnteangeeignet hat, zu einem Bauteil vereint.
Foto: Kyocera

Kyocera unterstützt Ionenforschung in Darmstadt

Dank der Expertise in der Keramik-Metall-Verbindungstechnik der Kyocera-Tochtergesellschaft Kyocera Fineceramics Solutions entsteht in Deutschland eine der weltweit größten Beschleunigeranlagen zur Erforschung von Magnetfeldern und Materien.

Über 3.000 internationale Wissenschaftler werden in Zukunft nach Darmstadt reisen, denn an der Gesellschaft für Ionenforschung (GSI) entsteht mit der „Facility for Antiproton and Ion Research“ (FAIR) eine der weltweit größten Beschleunigeranlagen. Die Kyocera Fineceramics Solutions (KFSG), ehemals Friatec, liefert die Grundlage für die zukünftigen Untersuchungen auf diesem Gebiet: Die Beam Position Monitors des Unternehmens (BPM) sind wichtige Bauteile im Doppelring-Beschleuniger Schwerionen-Synchotron (SIS) 100, der das Herzstück von FAIR bildet.

Die Hochpräzisions-Experimente bei FAIR dienen dem besseren Verständnis der fundamentalen Struktur der Materie. Dabei sollen Daten von Magnetfeldern und deren Verhalten gespeichert und anschließend ausgewertet werden. Gleichzeitig geht es um die große Frage, wie sich das Universum seit seiner Entstehung entwickelt hat. Diese wissenschaftlichen Untersuchungen werden im SIS 100 mit einem Umfang von 1.100 Metern durchgeführt. Als Hauptdiagnose-Bauteil im Beschleunigerring dienen 84 Beam Position Monitors: Unter kryogenen Bedingungen vermessen sie die Lage des Strahles. Dabei wird überprüft, wo sich der Strahl gerade im Raum befindet, und dank Korrektur bleibt dieser stets auf der gewünschten Laufbahn. Das gesamte Vorgehen wird dabei mit einer Genauigkeit von hundert Mikrometer gemessen.

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Die Firmenleitung mit Uwe Sippach, Jana Merzdorf und Dr. Peter Schiekel (v.l.n.r.) kann sich über einen Rekordumsatz im Jahr 2019 freuen.
Foto: SPS Schiekel

Erneuter Umsatzrekord für SPS Schiekel Präzisionssysteme

Der Aufwärtstrend in der SPS Schiekel Präzisionssysteme in Dohna hält an. Nachdem der Spezialist für hochwertige Dreh- und Frästeile aus Edelstahl 2019 zunächst einen hohen Auftragsüberhang aus 2018 abgearbeitet hatte, konnte man den Umsatz in den Folgemonaten weiter stabilisieren, informierte der Geschäftsführende Gesellschafter Dr.-Ing. Peter Schiekel zur Jahrespressekonferenz am 28. Februar am Firmensitz Dohna bei Pirna. Mit 13,4 Millionen Euro wurde so das bisher beste Jahresergebnis von 2018 erneut übertroffen.

Über das Jahr 2019 verteilt, verarbeitete das Familienunternehmen 500 Tonnen Edelstahl zu rund 3.500 Fertigungsaufträgen mit 2.200 unterschiedlichen Artikeln – darunter Sonderflansche, Spezialfittings, Filter-, Ventil- und Sensorgehäuse. Laut Dr. Schiekel zahlt sich für SPS nun stärker denn je aus, dass man „die Firmenstrategie nie auf den von stetigen Konjunkturschwankungen betroffenen Automotive-Bereich ausgerichtet“ habe. Wichtige Auftraggeber sitzen insbesondere in der Messtechnikbranche, im Chemieanlagenbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Lebensmittelindustrie, dem Pharmazieanlagenbau, der Medizintechnik und der Biotechnologie.

Vor diesem Hintergrund schob man in Dohna 2019 wieder große Investitionen an. Hierzu zählte eine vollautomatische Reinigungsanlage auf Ultraschallbasis. Die 250.000 Euro teure Anlage reduziere deutlich den Wasserverbrauch, verbessere die Reinigungsqualität und erleichtere zugleich die Arbeitsbedingungen, so der Geschäftsführer.

Daneben investierte man dank der sehr guten Auftragslage in eine zweite fünfachsige Fräsmaschine sowie in CAM-Technik, mit der die komplette Fertigungskette an filigranen Frästeilen in einem durchgehenden Prozess gesteuert wird – von der Feinplanung über die Werkzeugvermessung bis zur Herstellung an den CNC-gesteuerten Automaten.

Letzte Aktualisierung: 16.03.2020