Nachrichten aus der Branche

Symposium zum Schleifen angekündigt, Richtlinie zum Laser-Sintern herausgegeben, Werkzeug-Kompetenzzentrum geplant, neuer Vorstandsvorsitzender eingesetzt, Antriebsachse mit Preis ausgezeichnet, Startup mit neuer Beteiligung.

Lösungen für die Präzisionsbearbeitung

Bereits zum vierten Mal lädt die United Grinding Group ihre Kunden und eine interessierte Öffentlichkeit zum Grinding Symposium ein, und gewährt ihnen einen in dieser Art einzigartigen Insiderblick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Schleifmaschinenbranche und Präzisionsbearbeitung.
Gezeigt werden intelligente Prozesse für eine wirtschaftliche Fertigung, die zur Wettbewerbsfähigkeit und zum nachhaltigen Erfolg der Kunden beitragen. Neuste Technologien der Unternehmensmarken der United Grinding Group – inklusive mindestens einer Weltneuheit –, innovative Entwicklungen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung und effiziente Applikationen werden an insgesamt 13 Technologie-Präsentationen Live vorgeführt.
International renommierte Experten ergänzen die praktischen Vorführungen durch Fachvorträge zu neusten Forschungsergebnissen und aktuellen Entwicklungen, und im neu geschaffenen Future-LAB präsentieren sich dem Besucher Technologien von morgen.

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Das Grinding Symposium 2019 findet vom 8. bis zum 10. Mai 2019 in Thun (Schweiz) statt. Grafik: United Grinding Group

Das Grinding Symposium 2019 verspricht allen Teilnehmern interessante Erlebnisse in einer innovativen und effektiven Kombination aus Wissenschaft und Praxis.
Das Symposium findet vom 8. bis zum 10. Mai 2019 in Thun (Schweiz) statt.
Weitere Infos unter www.grinding-symposium.com .




Laser-Sintern von Kunststoffbauteilen

Mit der Veröffentlichung des aktualisierten Richtlinienentwurfs VDI 3405 Blatt 1 zur Güteüberwachung bei der additiven Fertigung von Kunststoffbauteilen steht ein umfangreiches und inhaltlich aufeinander abgestimmtes Regelwerk für das Laser-Sintern zur Verfügung.

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Jetzt wurde der aktualisierte Richtlinienentwurf VDI 3405 Blatt 1 zur Güteüberwachung bei der additiven Fertigung von Kunststoffbauteilen veröffentlicht. Foto: EOS

Die Bauteileigenschaften hängen bei den für Polymere relevanten additiven Fertigungsverfahren sehr stark von den genutzten Anlagensystemen, dem Material sowie der verwendeten Prozessführung ab. Die neue Richtlinie VDI 3405 Blatt 1 fasst alle wesentlichen Punkte zusammen, die bei der additiven Fertigung mit Laser-Sintern für die Bauteilgüte von Bedeutung sind. Dazu gibt die Richtlinie einen Überblick über die Prüfung des Ausgangsmaterials, die Inline-Prozessüberwachung und die Prüfung der generierten Bauteileigenschaften anhand von Probekörpern.
Die Richtlinie ist im Januar 2019 als Entwurf erschienen und ersetzt die Ausgabe von Oktober 2013. Sie kann ab sofort zum Preis von 99,80 Euro beim Beuth Verlag bestellt werden. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals ( www.vdi.de/einsprueche-zu-entwuerfen-cp-angebunden-einspruchsliste/ ) oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft. Die Einspruchsfrist endet am 31. März 2019.

Kompetenzzentrum für Werkzeuge wird aufgebaut

Die LMT Tools-Gruppe, mit ihren vier Marken LMT Kieninger, LMT Fette, LMT Belin und LMT Onsrud, investiert in den Aufbau eines neuen Center-of-Competence. Damit komplettiert die Gruppe ihren weltweit einheitlichen Infrastrukturstandard und bietet ihren Kunden den Zugriff auf global vernetztes Wissen, mit allen Vorteilen, die sich daraus ergeben.
Das neue Center-of-Competence wird an den existierenden Produktionsstandorten Lahr und Schwarzenbek aufgebaut. Gemäß dem LMT Tools Gruppenstandard für Centers-of-Competence sorgen Experten-Teams aus Forschung und Entwicklung, Anwendungstechnik und Kundensupport fokussiert für die kompetente und schnelle Entwicklung kundenindividueller Lösungen.
„In unseren Centers-of-Competence bündeln wir Expertenteams an Technologie-Standorten in unseren Hauptmärkten“, erklärt Daniel Ehmans, CEO von LMT Tools. „Mit dem Wechsel von einem Drei-Standort-Modell zu einem Zwei-Standort-Modell schaffen wir außerdem in Deutschland effizientere Organisationsstrukturen.“
Der Aufbau des neuen Center-of-Competence EMEA soll im Laufe des Jahres 2019 erfolgen.

Neuer Vorstandsvorsitzender bei Walter

Wechsel im Management der Firma Walter: Richard Harris wird zum 4. Februar 2019 neuer Vorsitzender des Vorstandes. Er folgt auf Mirko Merlo, der seit 2012 Vorstandsvorsitzender bei Walter ist und sich Ende 2018 entschieden hat, das Unternehmen auf eigenen Wunsch zu verlassen.

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Richard Harris wird zum 4. Februar 2019 neuer Vorstandsvorsitzender bei Walter. Foto: Walter

Richard Harris bringt langjährige internationale Erfahrung in der Werkzeugproduktion sowie im strategischen Supply Management mit nach Tübingen. Der neue Walter Vorstandsvorsitzende ist seit 2002 für den Mutterkonzern Sandvik in verschiedenen Führungspositionen tätig. Zuletzt leitete Richard Harris die Konzernsparte Pulver- und Rohling-Technologie innerhalb Sandvik Machining Solutions, die seit 2018 unter dem Namen SMS Supply firmiert. Dort hat er die strategische und operative Weiterentwicklung des Supply Managements entscheidend vorangetrieben.
Zu seiner neuen Aufgabe als Vorstandsvorsitzender der Walter AG sagt der 49-jährige Brite: „Walter hat in der Zerspanungsindustrie einen ausgezeichneten Ruf: In vielen Bereichen ist das Unternehmen technologisch führend. Die von Mirko Merlo auf den Weg gebrachte Digitalisierungsstrategie positioniert das Unternehmen ideal. Gemeinsam mit dem Walter Team will ich diese erfolgreiche Unternehmensstrategie weiterentwickeln, damit wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld, in dem noch vieles in Bewegung ist, weltweit weiter wachsen.“

Antriebsachse gewinnt Innovationspreis

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Péter Mándli (r.), Geschäftsführer BPW-Hungária, und Peter Lindner, Vertriebsleiter Agrar für Deutschland und Benelux bei der BPW in Wiehl, nahmen den Landtechnik Innovationspreis in Würzburg entgegen. Foto: Michael Palm

25 Prozent mehr Traktion für den Anhänger bei nassen und schwierigen Bodenverhältnissen, mit kleineren Zugfahrzeugen höhere Lasten ziehen: Mit diesen Systemvorteilen der hydraulischen Antriebsachse „Agro Drive“ landete BPW bei Landwirten und Lohnunternehmern auf Anhieb einen Bestseller – und gewann folgerichtig jetzt den wichtigsten Publikumspreis der Agrarbranche, den Preis für „Innovationen der Landtechnik“ in der Kategorie „Logistik“.
Landwirte können sich den Zeitpunkt ihrer Feldeinsätze immer weniger nach den Wetter- und Bodenverhältnissen aussuchen. Das erklärt den Erfolg der hydraulischen Antriebsachse: Sie verschafft dem Anhänger 25 Prozent mehr Traktion – das macht beispielsweise Düngearbeiten am Hang und Erntetätigkeiten auf nassen Böden möglich. Auf diese Weise lassen sich auch höhere Lasten mit kleineren Traktoren ziehen. Durch den reduzierten Schlupf der Antriebsräder entfaltet das System ein hohes Drehmoment ohne den Untergrund aufzuwühlen. Ein automatischer Freilauf ermöglicht ebenfalls den Einsatz auf der Straße und bei höheren Geschwindigkeiten. Die Antriebsachse ist serienmäßig für ein Reifendruckregelsystem (RDS) vorbereitet, das die Aufstandsfläche der Räder für die jeweiligen Bodenverhältnisse optimiert.
Erstmals im Herbst 2017 vorgestellt, entwickelte sich Agro Drive auf Anhieb zum Bestseller. Nun wurde BPW von den Lesern der Fachmedien „Agrarheute“, „Agrartechnik“ und „traction“ in Würzburg mit dem Publikumspreis „Innovationen der Landtechnik“ in der Kategorie „Logistik“ ausgezeichnet.

Familienunternehmen trifft Startup

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Bildunterschrift (v.l.n.r.): Uwe Herzog (Projektleiter Digitale Transformation, Schäfer Werke), Ruben Schnabel (Business Development, fabrikado), Marc Eberhart (CTO, Fabrikado) Thomas Hoffmeister (CEO, fabrikado), Rainer Bröcher (Geschäftsführer, Schäfer Werke), Michael Wehler (Marketingleiter, Schäfer Werke) Foto: Schäfer Werke

„Wir sind stolz, dass wir einen weltweit agierenden Metallverarbeitungskonzern von unserer Idee einer digitalen Produktion überzeugen konnten“, erklärt Fabrikado CEO Thomas Hoffmeister nach Vertragsunterzeichnung. Seit 2016 ist das Balinger Startup am Markt und bietet seinen Kunden auf fabrikado.com eine Produktionsplattform, auf der sie innerhalb von Sekunden einen Preis und ein Lieferdatum für ihr gewünschtes Metall- oder Kunststoffteil erhalten.
Durch die Beteiligung der Schäfer Werke kann das junge Unternehmen nun auf eine über achtzigjährige Erfahrung in der Metallverarbeitung zurückgreifen und seine digitale Produktionsplattform durch weitere Technologien zur Sofortpreiskalkulation erweitern. „Eine gute Idee ist das eine. Diese erfolgreich zu machen, erfordert Mut und Vertrauen. Wir haben mit den Schäfer Werken nun einen Partner an unserer Seite, der uns finanziell und durch sein Knowhow unterstützt, den digitalen Einkaufsprozess weiter zu revolutionieren“, so Hoffmeister weiter.
Fabrikado.com ist eine lieferantenunabhängige B2B-Internetplattform, die durch ihre Sofortkalkulation die Prozesse der Bestellung, Produktion und Lieferung von Metallbauteilen auf Kunden- und Lieferantenseite optimiert. Kundenbedarf und Lieferantenkapazitäten werden auf fabrikado.com online vernetzt. Durch dieses eigens entwickelte Lieferantensystem, das die Vernetzung von Bedarf und Kapazität gewährleistet, können kurzfristig freiwerdende Fertigungskapazitäten auf Lieferantenseite schnell und unkompliziert gefüllt werden.

Letzte Aktualisierung: 01.02.2019